Mittwoch, 31. Juli 2013

Komische Begriffe…

„Ein Hurenkind weiß nicht, wo es herkommt, 
ein Schusterjunge nicht, wo er hingeht.“


Wer bei "Kapitälchen", "Glyphen", "Ausschiessen", "Hurenkund" oder "Pagina" nur noch Bahnhof versteht, empfehle ich dieses.

Keine Angst, ist nicht auf das Obst bezogen, auch die anderen können damit etwas anfangen.

Die Kapitel sind gut kurz und knackig gehalten, auch ohne viel Fachkenntnisse verständlich.


Dienstag, 30. Juli 2013

Erwartungen…

 Margaret: "Worauf bin ich allergisch?"
Andrew: "Pinienkerne und das ganze 
Spektrum menschlicher Gefühle."
(Zitat aus "Selbst ist die Braut")


…sollten doch erfüllt werden, denke ich, wünsche ich, will ich.

Ihr seht schon ... ICH ICH ICH. 

Jawoll.

Schaue ich mir einen Film an der in die Kategorie Liebesfilm fällt, dann möchte ich aber bitte sehr auch ein Happy End. So richtig, schnulzig, mit allem pipapo. Alles andere ist für mich Etikettenschwindel.

"Love Story" ist so ein Beispiel,  gewiss ein toller Film, aber nie, never ever ein Liebesfilm. Nicht in meinem Filme-Universum.

Sonst könnte ich ja auch einen Krimi, Thriller, Komödie oder Actionfilm schauen.

Wenn ich aber fehlgeleitet falsch informiert werde,  und nicht mal auf dem Etikett Liebes-Tragödie, Liebes-Drama oder sonstwas steht, dann werde ich ärgerlich.

So geschehen vor einiger Zeit als ich mir "Zwei an einem Tag" anschaute".

Erstmal, die deutsche Übersetzung des Titels holpert ein wenig, etwas suboptimal. Und dann? Wird Sie vom Auto überfahren! Was soll das dann? Da kriegen sie sich endlich, man glaubt das ganze hin und her hat ein Ende und kann wohlverdient, weil mitgelitten, die Glotze ausschalten und dann so was.

Ich bin verstört, die Augen wollen es nicht glauben, geschweige denn das Hirn. Ich werde unruhig, NEIN, SO kann das nicht enden ... ich bin unbefriedigt. Werde immer unruhiger, da halte ich mal über eine Stunde aus und die kleine romantische Delle in mir wird nicht mehr aufgefüllt. 

SO kann ich nicht schlafen gehen, NEIN NEIN, das geht so nicht.

Was soll's, ein Blick in den Giftschrank geworfen und eine der Allzweckwaffen gezogen.

Dann eben noch schnell "Selbst ist die Braut" nachgeschoben.

Und was soll ich sagen?! 
Ich konnte danach wunderbar befriedigt schlummern.

Donnerstag, 25. Juli 2013

INSOMNIA

"Deep in the bosom of the gentle night …"
(Faithless / Insomnia)


Schlaflos.

Kurz nachdem mein Innerstes total zerbrochen war, bin ich wieder los, auf die "Piste", unter Menschen. Es hält mich nichts zu Hause, alles leer, nur meine eigenen Geräusche hallen mir entgegen.

Die Freunde aufgegeben, das komplette soziale Netzwerk weggebrochen. Ein Neustart musste her.

Und immer wieder INSOMNIA.

Silvester, ein guter Zeitpunkt um wieder unter Menschen zu sein, die Stimmung macht es leicht im Gewühl zwar alleine aber nicht einsam zu sein.

Und da war er, ER der immer der Fels in der Brandung war, der Freund der Verstand, der mich so oft aufgefangen hat, der mich immer wieder aus dem Tief zog, der mich mitriss, der sich kümmerte.

Ja, lange nicht gesehen, habe den Kontakt damals zugunsten des neuen Partners aufgegeben. Blöder Fehler, würde ich auch nicht mehr machen, heute weiß ich das.

Kurzes Geplänkel zum wiederkennenlernen, dann wieder das verstehen, das Schwimmen auf einer Wellenlänge. Ich werde wieder unter seine Fittiche genommen und finde wieder Halt. 
Das brauche ich so sehr im Moment.

Kleine Kämpfe in der reinen Männerclicke, dann aber Akzeptanz, ich bin dabei. Alles mit seiner Unterstützung. Ein gutes Gefühl das sich einer einsetzt. Gerade jetzt da ich so empfindlich war.

Es folgen tolle Zeiten, unvergessene Momente wie die Nacht die wir uns um die Ohren geschlagen haben um einen 30 sekündigen Kampf von Tyson zu sehen. Sonntags  Formel 1 schauen oder die gemeinsamen Motorradtouren.

Lustige Zeiten wie die Gerüchteküche anheizen ob wir denn ein Paar sind und die Geier die sich auf Aussagen stürzen wie "Hast du meinen Ohrring gefunden? Schau doch mal in der Bettritze nach" Und seine Antwort: "Nein, im Bett ist nichts, ich gucke mal in der Dusche".

Nachdenkliche Zeiten in denen wir Nachts draussen sitzen und uns unsere Geheimnisse erzählen, unsere Wünsche für die Zukunft und Vergangenes revue passieren lassen.

Zwar immer noch INSOMNIA aber glücklicher.

Dann die Zeit in der Körperkontakt fehlte. Keine Nähe nur Verlangen, Triebe, Begehren.Reiner Austausch von Körperflüssigkeiten.
Das suchte ich nicht bei ihm, niemals. Er war wichtig für mich, das was wir hatten würde ich nicht freiwillig aufgeben für ein kurzes Geplänkel. Ich war noch lange nicht soweit wieder eine Beziehung, eine Partnerschaft einzugehen.

Wilde Zeiten, das austoben und ausprobieren folgte. Immer wieder der Versuch eine Beziehung zu starten. 

Dann aber die Erkenntnis:
Nein, das ist nicht der Richtige, 
Nein, ich bin noch nicht soweit mich zu öffnen
Nein, das ist keine Liebe sondern nur verknallt sein.
Zieh die Reißleine gedankenhüpfer und Beende das Ganze bevor du jemanden ungewollt weh tust.

Und dann der Spruch von ihm:
"Meinst du das du nicht genug ausprobiert hast und ICH jetzt mal an der Reihe bin?"

Danach Stille. 

Habe ich ihn je verstanden? 
Hat er mich je verstanden? 

Und wieder eine lange Zeit INSOMNIA